Landnutzung in der Flussgebietseinheit Weser (FGG Weser, 2010)

Landnutzung in der Flussgebietseinheit
Weser (FGG Weser, 2010)

Ergebnisse des Modellvorhabens AGRUM Weser

Der Gewässerzustand hat sich, da sind sich die Experten einig, in den vergangen Jahrzehnten deutlich verbessert. Gleichwohl sind trotz aller Erfolge im Bereich des Gewässerschutzes weitere Anstrengungen notwendig, um die zukünftigen länderübergreifenden Ziele bewältigen zu können. Eine wichtige Wasserbewirtschaftungsfrage in der Flussgebietseinheit Weser wird in der Reduzierung der Nährstoffe gesehen. Vor diesem Hintergrund sieht der Artikel 10 der EG-WRRL einen kombinierten Ansatz für Punktquellen und diffuse Quellen (z. B. kommunale Abwässer und landwirtschaftliche Quellen) vor. Um Einleitungen und Verschmutzungen zu begrenzen, sind Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die jedoch nicht nur Umweltgesichtspunkte, sondern auch die sozialen und ökonomischen Folgen wie Einkommen und Arbeitsplätze berücksichtigen. Aufgrund dieser Anforderungen ergibt sich die Notwendigkeit für Analysewerkzeuge, die dem kombinierten Ansatz von punktförmigen und diffusen Quellen in Verbindung mit Wirtschaftlichkeitsanalysen Rechnung tragen. Bislang wurde in Deutschland meist nur in Teilgebieten mit unterschiedlichen Methoden, Datengrundlagen und Bewertungsansätzen gearbeitet, so dass eine Vergleichbarkeit der vorhandenen Zustandsbeschreibungen der Nährstoffbelastungen über Ländergrenzen hinaus nur eingeschränkt vorliegt. Hingegen wurde in der Flussgebietseinheit Weser im Rahmen des Modellvorhabens AGRUM Weser ein Verbund dreier Modelle entwickelt, um erstmals die Nährstoffsituation mit einer flussgebietsweit einheitlichen Methodik zu beschreiben und die Wirkungen von Agrar- und Umweltmaßnahmen zur Nährstoffreduzierung abzuschätzen.

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.