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Ergebnisse des Modellvorhabens AGRUM Weser
Der Gewässerzustand hat sich,
da sind sich die Experten einig, in den vergangen Jahrzehnten deutlich
verbessert. Gleichwohl sind trotz aller Erfolge im Bereich des
Gewässerschutzes weitere Anstrengungen notwendig, um die zukünftigen
länderübergreifenden Ziele bewältigen zu können. Eine wichtige
Wasserbewirtschaftungsfrage in der Flussgebietseinheit Weser wird in der
Reduzierung der Nährstoffe gesehen. Vor diesem Hintergrund sieht
der Artikel 10 der EG-WRRL einen kombinierten Ansatz für
Punktquellen und diffuse Quellen (z.B. kommunale Abwässer und
landwirtschaftliche Quellen) vor. Um Einleitungen und Verschmutzungen zu
begrenzen, sind Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die jedoch nicht
nur Umweltgesichtspunkte, sondern auch die sozialen und ökonomischen
Folgen wie Einkommen und Arbeitsplätze berücksichtigen. Aufgrund dieser
Anforderungen ergibt sich die Notwendigkeit für Analysewerkzeuge, die
dem kombinierten Ansatz von punktförmigen und diffusen Quellen in
Verbindung mit Wirtschaftlichkeitsanalysen Rechnung tragen.
Bislang wurde in Deutschland meist nur in Teilgebieten mit
unterschiedlichen Methoden, Datengrundlagen und Bewertungsansätzen
gearbeitet, so dass eine Vergleichbarkeit der vorhandenen
Zustandsbeschreibungen der Nährstoffbelastungen über Ländergrenzen
hinaus nur eingeschränkt vorliegt. Hingegen wurde in der
Flussgebietseinheit Weser im Rahmen des Modellvorhabens
AGRUM Weser ein Verbund dreier Modelle entwickelt, um erstmals die
Nährstoffsituation mit einer flussgebietsweit einheitlichen Methodik zu
beschreiben
und die Wirkungen von Agrar- und Umweltmaßnahmen zur
Nährstoffreduzierung abzuschätzen.
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