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Der Europäische Stör
ist ein
Knochenfisch
aus der Gattung der
Störe
(Acipenser). Er gehört zu einer sehr alten Gruppe innerhalb der
Knochenfische und weist eine Reihe primitiver Merkmale wie z. B. die
asymmetrische (heterozerke) Schwanzflosse auf.
Der Europäische Stör
ist ein in der Weser ehemals heimischer
anadromer
Wanderfisch. Er kommt heute nur noch
sehr selten im Nordostatlantik vor, letzte Laichgebiete befinden sich in
der französischen Gironde.
Der Europäische Stör kann über 3 m lang und mehr als 300 kg schwer
werden. Die Gestalt ist haiförmig mit weit nach hinten verlagerter
Rückenflosse und deutlich ausgeprägten Seiten-, Bauch- und
Rückenschildern.
Die Nahrung des Störs besteht hauptsächlich aus bodenlebenden
Würmern,
Weichtieren,
Krebsen,
Mückenlarven
und kleineren
Fischen.
Noch im 19.
Jahrhundert wurden Nord- und Ostsee sowie der Atlantik von zahlreichen
Stören besiedelt, die in großen Mengen in die großen Ströme zum Laichen
eingewandert sind. Durch die zunehmende morphologische Überprägung,
fortschreitende Wasserverschmutzung sowie massive Überfischung ist der
natürliche Bestand des Störs heute in Deutschland ausgestorben. Im
Elbegebiet wurden in jüngster Zeit Wiederansiedlungsmaßnahmen
vorangetrieben. Sobald hierzu konkretere Ergebnisse vorliegen, soll
geprüft werden, ob sich auch für das Einzugsgebiet der Weser solche
Maßnahmen anbieten würden. Der Europäische Stör war 2001 Fisch des
Jahres. |