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Ebenso wie das
Flussneunauge gehört auch die FFH-Art Meerneunauge nicht zu den Fischen,
sondern zu den Rundmäulern und damit zu den kieferlosen Wirbeltieren.
Meerneunaugen haben einen aalförmigen Körperbau ohne Brust- und
Bauchflossen und eine Körperlänge bis zu 90 cm. Der Kopf hat einen
Saugmund und sieben Kiemenöffnungen, die sich hinter dem Auge befinden.
Im Gegensatz zu den anderen Neunaugenarten ist bei den Meerneunaugen die
mit Hornzähnen besetzte Mundscheibe breiter als der Körper.
Ebenso wie das
Flussneunauge ist auch das Meerneunauge ein anadromer Wanderer, es
steigt jedoch nicht so weit in die Fließgewässer auf wie dieses.
Meerneunaugen leben in Küstennähe von Skandinavien über die Nord- und
Ostsee bis zum westlichen Mittelmeer. Weitere große Bestände sind an der
Ostküste Nordamerikas anzutreffen. Im Gegensatz zu den bedrohten
Europäischen Beständen, die unter dem Schutz der FFH-Richtlinie stehen,
werden die Nordamerikanischen Bestände aufgrund ihrer massenhaften
Ausbreitung und der Bedrohung anderer fischereiwirtschaftlich
bedeutender Fischarten massiv bekämpft.
Meerneunaugen laichen
in kleinen Gruppen an kiesigen Stellen, wobei die Elterntiere nach der
Fortpflanzung absterben. Die nach einigen Wochen geschlüpften Larven (Querder)
bleiben etwa sechs bis acht Jahre im Süßwasser und wandern dann nach der
Umwandlung zum
adulten
Tier ins Meer ab. Die Ernährungsweise gleicht der der anderen
Neunaugenarten. |