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Quappe (Lota lota)
  Fischfauna

Quappen laichen zur unwirtlichsten Zeit des Jahres, Ende Dezember bis Mitte Januar, in Gräben und Seitengewässern der Mittel- und Unterläufe größerer Flüsse. Diese mit den Dorschen verwandten Fische sind nachtaktive Räuber, die sich überwiegend von Fischen ernähren. In vielen großen Flüssen, so z. B. der Elbe, gab es oft zwei unterschiedliche Quappenpopulationen: die wandernden Quappen zogen als Jungfische in den Tidebereich der Flüsse, wo sie aufgrund des großen Fischreichtums in diesen Gewässern schneller heranwuchsen und beachtliche Größen bis zu 60 cm erreichten. Oft gab es auch eine Population kleinerer Tiere, die nur lokale Wanderungen durchführten.

Mit dem Bau von Querbauwerken sind die Wanderquappen vielfach ausgestorben bzw. stark zurückgegangen. "Dieser ausgezeichnete Fisch, welcher früher in der Werra viel gefangen wurde, ist selten geworden" schrieb Popper bereits vor über hundert Jahren und bestätigt weitere historische Angaben aus diesem Gebiet. Heute sind noch Restbestände vorhanden, wobei ihr Ursprung, natürlich oder aus Besatz, nicht zu klären ist. Die Vernetzung von Lebensräumen ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Entwicklung stabiler Quappenbestände und eine Wiederbesiedlung mit Tieren aus anderen Bereichen des Wesersystems, z. B. Ober- und Mittelweser, zu ermöglichen. Die Quappe war 2002 Fisch des Jahres.

Quappe
Foto: Schwevers (2002)

 
   

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