Prüfschema (FGG Weser)

Prüfschema (FGG Weser)

Aufgrund fehlender EU-weiter Vorgaben und unter Zugrundelegung der Empfehlungen des Runden Tisches hat die FGG Weser einheitlich die Richtwerte 300 mg/l Chlorid, 20 mg/l Kalium und 30 mg/l Magnesium als maximal zulässige Konzentrationen (90-Perzentile) für die Beurteilung der Belastungen, Maßnahmen und Bewirtschaftungsziele bzgl. der Salzbelastung für die Flussgebietseinheit Weser festgelegt.

Da die Entscheidung, ob für einen Wasserkörper eine Fristverlängerung oder ein weniger strenges Bewirtschaftungsziel festzulegen ist, auch immer davon abhängt, ob geeignete Maßnahmen vorliegen, mit denen die Richtwerte für die Salzparameter Chlorid, Kalium und Magnesium überhaupt erreicht werden können, hat sich die FGG Weser in Bezug auf die Maßnahmenableitung und die Festlegung von Bewirtschaftungszielen auf ein bestimmtes Prüfschema verständigt, das den Vorgaben des Art. 4 der EG-WRRL entspricht.

Danach erfolgte die Ableitung von Bewirtschaftungszielen und Maßnahmen in Bezug auf die Salzbelastung in den folgenden 6 Schritten:

  1. Ermittlung der Ursachen der Zielverfehlung in Bezug auf die Salzbelastung und Bewertung des Zustands der Wasserkörper hinsichtlich Salz
  2. Identifizierung der kosteneffizientesten Maßnahme bzw. Maßnahmenkombination und Prüfung der Maßnahmenoptionen auf Genehmigungsfähigkeit
  3. Wirkung der Maßnahmen in Bezug auf die Zielerreichung
  4. Prüfung der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen/Maßnahmenoptionen
  5. Alternativenprüfung
  6. Festlegung und Begründung der Bewirtschaftungsziele

Die Prüfung nach diesen Schritten wurde für jeden salzbelasteten Oberflächen- und Grundwasserkörper durchgeführt.