Entsorgungswege von Salzabwässern, K+S (Runder Tisch Salz, 2010)

Entsorgungswege von Salzabwässern,
K+S (Runder Tisch Salz, 2010)

Um die Bewirtschaftungsziele im Grundwasser erreichen zu können und den diffusen Eintrag in die Werra hinreichend zu reduzieren, ist die Einstellung der Versenkung erforderlich. Die Beendigung der Versenkung ist die einzige Maßnahme, die den Zustand im Grundwasser nachhaltig und dauerhaft verbessert. Infolgedessen wurde die Maßnahme "Einstellung der Versenkung" in das Maßnahmenprogramm Salz 2015 – 2021 aufgenommen.

Neben der Einleitung von Salzabwässern in die Werra stellt die Versenkung bisher einen wesentlichen Entsorgungsweg dar. Aus diesem Grund hatte das Unternehmen K+S im April 2015 einen Antrag auf Verlängerung der Versenkung von durchschnittlich 2 Mio. m3 Salzlauge pro Jahr bis Ende 2021 beim Land Hessen gestellt. Die Genehmigung wurde von einem neuartigen 3D-Modell abhängig gemacht. Damit sollte K+S nachweisen, dass Trink- und Grundwasser nicht beeinträchtigt sind. In einer Stellungnahme hatte das Land Thüringen rechtliche und fachliche Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Grundwasserkörper in Thüringen geäußert und den Antrag in der vorliegenden Form als nicht erlaubnisfähig eingestuft.

Nach der Erteilung einer jederzeit widerrufbaren Übergangserlaubnis mit deutlich reduzierten Versenkmengen hatte das Unternehmen die nicht hinreichende Kalibrierung des 3D-Modells behoben. Daraufhin hat am 23. Dezember 2016 das Regierungspräsidium Kassel eine bis zum 31. Dezember 2021 befristete Versenkerlaubnis erteilt. Den durch K+S beantragten Versenkmengen wurde nicht entsprochen, da ansonsten eine Gefährdung der Trinkwassergewinnungsanlagen Meiselsgraben und Ulstertal nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden konnte. Die Genehmigung wurde auf 1,5 Mio. m3/a und maximal 5.000 m3/d begrenzt. Durch die gegenüber der Übergangserlaubnis deutlich reduzierte tägliche Versenkmenge werden extreme Druckspitzen vermieden. Dies stützt sich auf die Ergebnisse des Monitorings der Übergangserlaubnis. Eine weitere Versenkerlaubnis zur Fortführung der Versenkung nach dem 31.12.2021 wird nicht erteilt werden.