Maßnahmenprogramm bzgl. Salzbelastung

Für die Oberflächenwasserkörper der Weser liegen mehrere technisch umsetzbare, grundsätzlich genehmigungsfähige und grundsätzlich verhältnismäßige Maßnahmen bzw. Maßnahmenoptionen zur Reduzierung der Salzbelastungen vor, mit denen eine Erreichung des guten ökologischen Potentials für alle Oberflächenwasserkörper in Bezug auf Salz möglich ist. Unter Berücksichtigung von Stellungnahmen zu den Anhörungsdokumenten der FGG Weser und in Abstimmung mit dem Unternehmen fand eine abschließende Konkretisierung auf die sog. Maßnahmenkombination "Masterplan Salzreduzierung" statt. Diese umfasst zur Erreichung der für das gute ökologische Potential der Oberflächenwasserkörper der Weser einzuhaltenden Richtwerte nachfolgende Maßnahmen:

Soweit die vorgenannten Maßnahmen nicht ausreichen, die für den Pegel Boffzen (Weser) vorgegebenen Zielwerte zu gewährleisten und das gute ökologische Potential im Hinblick auf Salz für alle Wasserkörper der Weser bis 2027 zu erreichen, sind folgende optionale Maßnahmen vorzunehmen:

  • Produktionsdrosselung (nach Überprüfung der Erfordernis) bzw. alternative Maßnahmen

Sowie ergänzend zur Erreichung des bestmöglichen Zustands der Oberflächenwasserkörper der Werra bis 2027:

  • Bau und Betrieb eines temporären Werra-Bypasses (nach Überprüfung der Erfordernis)

Der "Masterplan Salzreduzierung" umfasst innerhalb des Bewirtschaftungszeitraums 2015 bis 2021 zwei konkrete Überprüfungen:

  • Überprüfung der Erfordernis der Produktionsdrosselung
  • Überprüfung der Erfordernis der Ausleitung

Der "Masterplan Salzreduzierung" umfasst zusätzlich:

  • F+E Vorhaben
  • ein flankierendes Monitoringprogramm
  • die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der FGG Weser mit dem Unternehmen K+S zur Begleitung und Controlling des Umsetzungsprozesses und Erfassung der Prozessfortschritte des Maßnahmenprogramms 2015 bis 2021 Salz (inkl. der F+E-Vorhaben und des flankierenden Maßnahmenprogramms).

Ausgangspunkt des "Masterplans Salzreduzierung" ist der Abschluss der technischen Maßnahmen des sog. "360 Mio. €-Pakets" bis Ende 2015, das zu einer Halbierung der bisherigen Salzabwassermenge von 14,0 Mio. m3/a führt.