Verfahren zur Haldenabdeckung (K+S)

Verfahren zur Haldenabdeckung (K+S)

Im Rahmen der Haldenabdeckung sollen alle bestehenden und künftigen Rückstandshalden abgedeckt werden, beginnend während der Produktionsphase und abschließend in der Nachbetriebsphase.

Standorte Hattorf und Wintershall

  • 2013 – 2016: Betrieb eines Lysimeterfeldes am Standort Wintershall:
    Auswahl geeigneter Materialmischungen, Erstellung von Wasserhaushaltsbilanzen, Untersuchung der Eluate in Menge und chemischer Zusammensetzung sowie Untersuchung der Begrünungsfähigkeit
  • 2016 – 2020: Pilotprojekt zur Haldenabdeckung:
    • Auswahl und Verifizierung geeigneter Materialmischungen, Klärung der Materialverfügbarkeit und Sicherung der Beschaffung, Aufbau eines Qualitätssicherungs- und Kontrollsystems der eingesetzten Materialien
    • Entwicklung einer geeigneten Aussaat- und Bewässerungstechnik
    • Evaluierung der Materialeigenschaften sowie der Abdeckschicht unter normalen Bedingungen und bei Extremwetterereignissen (z. B. Starkregen, Sturm, Dauerfrost), Optimierung der Schütteigenschaften der hergestellten Mischungen, Untersuchung und Verifizierung der Zeitbeständigkeit der Materialeigenschaften
    • Optimierung der Technik im Haldenvorgelände (u. a. Auffangsysteme)
    • Analyse der Haldensickerwässer.
  • 2018 – 2021: Großversuch zur Haldenabdeckung:
    • Konzeptes zur Gestaltung des Haldenvorgeländes
    • Sicherung der Materialverfügbarkeit, Planung und Aufbau eines Logistiksystems zur Materialanlieferung und Verarbeitung
    • Vorbereitung, Planung der Betriebsphase, Durchführung erforderlicher Genehmigungsverfahren
    • Errichtung der notwendigen baulichen und technischen Anlagen.
  • 2021: Beginn zur Umsetzung des operativen Regelbetriebs der Haldenabdeckung.

Standort Neuhof-Ellers

Die Rückstandshalde in Neuhof-Ellers weist im Vergleich mit den Halden Hattorf oder Wintershall z. T. deutliche Unterschiede in den Randbedingungen auf (Laufzeit, Rückstandsmenge, Zusammensetzung). Hier ist zu prüfen, ob andere Maßnahmen zur Haldenwasserminimierung mit vergleichbaren Effekten umsetzbar sind.

  • 2018: Pilotprojekte zur Untersuchung innovativer Erosionsschutz-/Haldenwasserminimierungsmaßnahmen
  • Ab 2018: Beginn der Umsetzung innovativer Erosionsschutz-/Haldenwasserminimierungsmaßnahmen

Abdeckung der Haldenerweiterung

  • ca. 5 Jahre: Konsolidierung der Schüttung (Setzung; Kristallisation),
  • ca. 10 Jahre: Abdeckung (einschließlich Nacharbeiten und Abnahme).

Die Salzförderung wird voraussichtlich im Jahr 2060 beendet. Daher ist damit zu rechnen, dass die Haldenabdeckung in 2075 abgeschlossen wird.