Diffuse Stickstoffeinträge ins Grundwasser (AGRUM<sup>+</sup>, 2015)

Diffuse Stickstoffeinträge ins
Grundwasser (AGRUM+, 2015)

Aufenthaltszeiten der Nährstoffe im Grundwasser (AGRUM<sup>+</sup>, 2015)

Aufenthaltszeiten der Nährstoffe im
Grundwasser (AGRUM+, 2015)

Die diffusen Einträge ins Grundwasser stammen überwiegend von Nährstoffüberschüssen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Zur Beurteilung der Belastung des Grundwassers durch diffuse Quellen werden in der Flussgebietseinheit Weser der Auftrag von Stickstoff auf die Oberfläche (Emissionen) sowie Sickerwasserkonzentrationen und Nitratimmissionen im Grundwasser näher untersucht und gegenübergestellt. Grundlage bilden Landnutzungsdaten, Agrarstatistiken, Stickstoffbilanzüberschüsse und Nitratkonzentrationen im Grundwasser. In einem kombinierten Ansatz wurden für die Flussgebietseinheit Weser diffuse Einträge von Nährstoffen im Rahmen des Modellvorhabens AGRUM Weser sowie des Folgeprojekts AGRUM+ bilanziert. Die Stickstoffeinträge von landwirtschaftlich genutzten Flächen ins Grundwasser betragen nach Abschätzung aus der Modellierung AGRUM Weser im Mittel ca. 12 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr. In den Lockergesteinsbereichen im nördlichen Einzugsgebiet schwanken die Einträge zwischen 25 und 50 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr, in den Festgesteinsbereichen liegen sie dagegen weit darunter. Eine Analyse der pfadbezogenen Einträge ins Oberflächengewässer hat gezeigt, dass in der Flussgebietseinheit Weser der Stickstoffeintrag zu ca. 80 % über den Grundwasserpfad, den natürlichen Zwischenabfluss und über Dränagen erfolgt. Dabei unterliegen die Stoffe bis zum Eintrag ins Oberflächengewässer Aufenthaltszeiten im Grundwasser von weniger als 5 Jahren bis zu mehr als 150 Jahren.