Wasserentnahmen für die Trinkwasserversorgung (FGG Weser, 2016)

Wasserentnahmen für die Trinkwasser-
versorgung (FGG Weser, 2016)

Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern können Fließgewässerbiozönosen erheblich schädigen. Eine verminderte Wasserführung kann in Verbindung mit erhöhter Sonneneinstrahlung zur Erwärmung des Wassers und damit unter Umständen zu Sauerstoffdefiziten führen. Zudem wirken sich stoffliche Einträge in das Gewässer durch den geringeren Verdünnungseffekt stärker negativ aus. Wie bei der ersten Bestandsaufnahme wurden bei der Aktualisierung für den Bewirtschaftungsplan 2015 bis 2021 Entnahmemengen größer als 50 l/s erfasst. Ausschlaggebend ist die genehmigte jährliche Entnahmemenge. Entnahmen in dieser Größenordnung gibt es nur aus wenigen Oberflächengewässern für größere Industriebetriebe. Die aktuellen Monitoringdaten geben keinen Hinweis darauf, dass diese Entnahmen die biologischen Qualitätskomponenten signifikant negativ beeinflussen.