Weser bei Hameln (FGG Weser)

Weser bei Hameln (FGG Weser)

Die ober- und unterirdischen Gewässer eines Gebietes bilden mit ihrem Wasserdargebot die Wasserressourcen dieses Gebietes und werden durch z. B. Landwirtschaft, Industrie/Gewerbe genutzt bzw. stehen für die Versorgung der Bevölkerung in Form von Trinkwasser zur Verfügung. Wichtig hierbei ist eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen und der damit verbundenen Ökosysteme, um einer übermäßigen Nutzung zu begegnen. Die Flussgebietseinheit Weser verfügt über ein potentielles Wasserdargebot von 14.900 Mio. m³. Demgegenüber stehen aktuell Wasserentnahmen von insgesamt 5.600 Mio. m³ und eine wieder eingeleitete Wassermenge von insgesamt 5.900 Mio. m³.

Die Analyse langjähriger klimatischer und hydrometeorologischer Messgrößen unter Einbeziehung der Erkenntnisse bei der Klimaveränderung in Deutschland führte zu folgenden Prognosen:

  • Weitere Zunahme der mittleren Lufttemperatur,
  • Erhöhung der Niederschläge im Winter,
  • Abnahme der Zahl der Regenereignisse im Sommer,
  • Zunahme der Starkniederschlagsereignisse, sowohl in der Häufigkeit als auch in der Intensität,
  • längere und häufigere Trockenperioden.

Aufgrund dieser Entwicklungen können mittelfristig im Winter erhöhte Risiken von mittleren Hochwasserabflüssen entstehen, im Sommer können häufiger Niedrigwasserperioden auftreten, welche wiederum mit Auswirkungen auf die Binnenschifffahrt, die Landwirtschaft und die Wasserversorgung verbunden sein können. Starkregenereignisse können darüber hinaus auf unversiegelten Flächen zu Bodenerosion führen, Abschwemmungen in die Oberflächengewässer und ein erhöhter Eintrag sediment- und partikelgebundener Stoffe können hiervon die Folge sein. Die prognostizierten, möglichen Auswirkungen des Klimawandels werden demnach auch mit direkten Auswirkungen auf den Wasserhaushalt verbunden sein, denen je nach regionaler Ausprägung mit entsprechenden Anpassungsmaßnahmen in den Bereichen Abwasserbeseitigung, Wasserversorgung, Gewässerschutz, Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz begegnet werden muss.